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Die letzten Tage

Erst einmal wünsche ich euch ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seit alle gut rüber gerutscht ins neue Jahrzehnt. Es hat ein neues Jahr begonnen mit 366 leeren Seiten, die wir gemeinsam füllen können. Mit neuer Magie, neuen Gedanken, neuen Träumen, neuen Abenteuern, neuen Lichtblicken, neuer Hoffnung, neuen Chancen und neuen Wegen. Das Jahr 2020 steht für mich für einen Neuanfang. Vielleicht nicht beruflich, ebenfalls nicht privat, aber gesundheitlich. In diesem Jahr werde ich mir ganz bewusst vor Augen führen, welches Glück ich habe. Ich bin mir ganz sicher, dass mir die Reha hier weiterhelfen wird.

In Gedanken war ich an Sylvester stets bei den Menschen, die nicht auf eine Party eingeladen waren und diesen Tag alleine verbracht haben. Oder bei den Menschen, die keine Lust hatten auf andere Leute. Ich verstehe täglich ein Stück mehr, wie gut es mir geht. Wie dankbar ich für mein soziales Umfeld sein sollte. Auch, wenn es nicht immer so wirkt, aber ich bin es – unglaublich dankbar. Ich habe die tollsten Eltern der Welt, die mich bedingungslos lieben und unterstützen. Mein Ehemann ist derart aufopferungsvoll, dass mir oft die Luft wegbleibt. Auch meine Freunde sind für meine Launen sehr verständnisvoll. Genau diese Unterstützung sollte jeder Mensch haben.

Mein Sylvester

Mein Sylvester war sehr schön, aber auch anstrengend. Ich hatte einen unglaublich schlechten Tag und wollte nur im Bett bleiben. Hauptsache keine anderen Menschen sehen. Wir waren zu einer Party eingeladen mit einigen Leuten. Da ich Antidepressiva nehme, war mir von Anfang an klar, dass ich keinen Alkohol trinken werde, also bot ich mich als Fahrer an, was von zwei unserer engesten Freunde dankbar angenommen wurde. Ein Mitfahrer war etwas kränklich und wollte nicht allzu lange bleiben. Natürlich habe ich dies berücksichtigt. Wir waren so ziemlich die ersten Gäste. Der Gastgeber hatte unglaublich viel eingekauft und entsprechend wurde auch getrunken.

Es waren auch einige dabei, die ich nicht unbedingt dabei haben wollte, aber es waren nunmal Freunde vom Gastgeber. Also habe ich mich bewusst dafür entschieden, diese Leute zu meiden und habe diese lediglich begrüßt und ein frohes neues Jahr gewünscht. Das war auch so in Ordnung, denke ich. Es gibt einfach Menschen, mit denen ich nicht klar komme. Auch das gehört zu meinem Lernprozess. Ich muss mich schließlich nicht mit jedem verstehen – und es muss mich nicht jeder mögen.

Was ich nicht verstehe und auch nie verstehen werde, ist, warum man betrunkene Leute noch an Feuerwerkskörper lässt. Wir wurden zweimal fast abgeschossen. Wir mussten uns hinter einer Hecke „verstecken“, damit wir nicht nochmal getroffen wurden. Vom Gastgeber wurde sogar die Jacke mit einem Brandloch versehen. Sehr ärgerlich. Wir blieben auch nicht allzu lange. Wir waren gegen 2 Uhr nachts zu Hause und hatten somit einen entspannten Start ins neue Jahr.

Noch so viel zu erledigen

Es muss für die Reha, die in wenigen Tagen ansteht, noch einiges vorbereitet werden. In meinem letzten Artikel habe ich euch ja die grobe Liste aufgeschrieben, was ich alles mitbringen muss. Aufgrund der vielen Feiertage konnte ich natürlich nicht alles kaufen und organisieren. Für den Einzelhandel ist das natürlich absolut perfekt, so konnte jeder mit seiner Familie feiern und bei seinen Liebsten sein. Aber für mich war es nicht so gut. Ich muss die nächsten zwei Tage einiges kaufen und vor allem noch zu meiner Hausärztin. Schließlich brauche ich noch ein Rezept für meine Blutdrucktabletten.

Zudem brauche ich unbedingt anständige Winterschuhe. In meine aktuellen geht es dermaßen nass ein, dass ich bei leichten Regen schon klitschnasse Füße habe. Da ich ehrlich gesagt damit rechne, dass ich einige Außenaktivitäten habe, brauche ich Schuhe, die warm und trocken halten. Außerdem brauche ich noch Sportsachen. Ja, ich bin eine total faule Socke und besitze nicht viel davon. Klar, Leggins, aber die benutze ich zum schlafen. Also muss ich auch hier los. Und am besten nicht nur eine Ausstattung, sondern zwei oder drei. Schließlich möchte ich nicht in Stress geraten und gleich Wäscheberge ansammeln.

Letzte Worte zu diesem Artikel

Wir hatten am Sonntag ein Familienessen mit meiner Schwiegerfamilie, wie ich sie nenne. Hier waren Tanten, Onkel und Cousinen von meinem Mann am Start. Ich muss ganz ehrlich sagen, es war zauberhaft. Ich hatte viele angenehme Gespräche, darunter auch ein sehr inspirierendes mit einer Cousine. Man muss dazu sagen, dass ich die besagte Cousine für ihre Stärke absolut bewundere. Sie gab mir einen komplett neuen Denkanstoß. Sie meinte, dass ich die Reha als eine Art Selbstfindung nutzen soll.

Um ehrlich zu sein, habe ich mich bis dato nicht mit der Selbstfindung auseinander gesetzt. Also habe ich mich schlau gemacht, was ich euch nicht vorenthalten möchte. Allerdings ist dies so ein umfangreiches Thema, dass ich dies gerne in einem separaten Artikel schreiben würde. Dieser Artikel kommt auf jeden Fall noch vor der Reha, da ich mich gerne in der Reha intensiv damit beschäftigen möchte. Zudem möchte ich euch gleich mitteilen, dass ich nicht genau weiß, wie oft ich in der Reha zum Schreiben komme. Ich hoffe natürlich, dass ich trotzdem regelmäßig ein paar Sätze schreiben kann. Soweit ich recherchiert habe, habe ich kein WLAN auf dem Zimmer, das heißt, ich habe nur begrenzten Zugriff hierauf. Trotzdem werde ich mein Bestes tun.

Dieser Artikel ist etwas kürzer geraten, da ich noch so viel vorbereiten muss. Der nächste Artikel lässt nicht lange auf sich warten. Ich möchte euch noch fragen, ob ihr einen Newsletter haben wollt, wenn ein neuer Artikel erscheint. Schreibt mir dazu gerne. Ich halte euch über meine Vorbereitungen auf dem Laufenden, folgt mir hierzu gerne auf Instagram oder Facebook, hier teile ich alles in den Storys.

Habt eine gute Zeit bis dahin und bleibt stark – ihr seit nicht alleine.

Hilfe holen

Wichtig ist, sich bei suizidalen Gedanken Hilfe zu suchen. Bitte scheut Euch nicht, Hilfe anzufordern. Jeder braucht mal Hilfe. Mit diesem Slogan wirbt auch die TelefonSeelsorge Deutschland. Bitte nehmt diesen Service wahr, wenn Ihr Gedanken habt, die nicht richtig erscheinen. Egal, wie verzweifelt Ihr seit, es gibt IMMER – absolut IMMER – einen Weg bzw. eine Alternative!

Telefonnummer der TelefonSeelsorge Deutschland:
0800/111 0 111
0800/111 0 222
116 123
Website:
https://www.telefonseelsorge.de/
Auf der Website könnt Ihr euch auch schriftlich mitteilen oder einen Standort in Eurer Nähe suchen.

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